Ausbildungsplatz wechseln: Die 5 wichtigsten Tipps für Azubis

Manni ist ganz glücklich mit dem von ihm gewählten Ausbildungsberuf. Aber nicht mit seinem Ausbildungsbetrieb. Immer wieder gibt es Dinge, über die er sich sehr ärgert. Und der lange Arbeitsweg nervt ihn auf Dauer doch mehr, als er gedacht hatte. Er überlegt also, den Ausbildungsbetrieb zu wechseln. „Da habe ich ein paar wichtige Tipps für dich“, meint das Good-Karma-Lama.

Falls du zu dem Ergebnis kommst, dass du keinesfalls länger bei deinem Ausbildungsbetrieb bleiben und die Ausbildung dort durchziehen möchtest, dann solltest du nacheinander die folgenden 5 Schritte gehen.

  1. Problem genau analysieren

Bevor du endgültig hinwirfst und deinem bisherigen Ausbildungsbetrieb den Rücken kehrst, solltest du noch einmal in dich gehen und abwägen, was alles für oder gegen deinen bisherigen Betrieb spricht. Dabei solltest du genau darauf achten, ob deine Unzufriedenheit tatsächlich mit dem Betrieb zusammenhängt und nicht mit dem gewählten Ausbildungsberuf. Wenn es der Ärger mit einzelnen Kollegen oder dem Vorgesetzten ist, der dich auf den Wechselgedanken bringt, dann solltest du dir bewusst machen, dass dir das auch in jedem anderen Betrieb passieren kann. So solltest du der Sache auf den Grund gehen und deine Entscheidung überprüfen, denn der Wechsel des Ausbildungsplatzes ist ein deutlicher Einschnitt in deinem Leben.

  1. Kommuniziere deine Entscheidung

Wenn du dich endgültig entschieden hast, dann informiere zunächst deinen Ausbilder über deinen Wechselwunsch. Ziehe ihn ins Vertrauen und sage ihm auch offen, weshalb du wechseln möchtest. Vielleicht zeigt er Verständnis für deine Wünsche und unterstützt dich sogar bei der Suche eines neuen Ausbildungsbetriebes. Wenn er eher verärgert reagiert oder auf stur schaltet, dann rede mal mit der Personalabteilung. Dort sieht man solche Dinge in der Regel objektiver. Auf alle Fälle solltest du an dieser Stelle noch keine Kündigung abgeben, sondern erst einmal Gespräche führen.

  1. Suche dir einen neuen Arbeitsplatz

Da du bereits mitten in der Ausbildung bist, haben Stellenanzeigen nur einen informativen Wert für dich, da du darin erfährst, wer ausbildet und wer dort Ansprechpartner für eine Bewerbung ist. Du kannst dich auch mal unter den Kollegen in der Berufsschule umhören, wer vielleicht noch Platz hat und an wen (Personalleitung? Ausbilder?) du dich dort wenden kannst. Das hat den Vorteil, dass du gleich noch eine Empfehlung für den Betrieb bekommst – oder auch nicht. Am besten rufst du mal bei den in Frage kommenden Ausbildungsbetrieben an und fragst nach, ob eine Initiativbewerbung Sinne macht.  Dass du schon einiges gelernt hast und den Ausbildungsberuf schon besser kennst, ist sicherlich ein Vorteil für dich. Beherzige aber bitte bei der Kontaktaufnahme und auch im späteren Vorstellungsgespräch in der neuen Firma, dass man niemals schlecht über seinen bisherigen Arbeitgeber spricht. Das kommt in der Regel nämlich ganz schlecht an. Versuche deine Erklärung eher mit persönlichen Motiven zu erklären, als mit Schuldzuweisungen an andere.

  1. Erst neuen Ausbildungsvertrag unterschreiben – dann den alten kündigen

Erst wenn du mit dem neuen Ausbildungsbetrieb einig geworden bist und einen neuen Ausbildungsvertrag unterschrieben hattest, solltest du mit deinem alten Ausbildungsbetrieb ein Kündigungsgespräch führen. Bitte deinen Betrieb um einen Aufhebungsvertrag. Hier kann nämlich individuell festgelegt werden, an welchem Tag dein altes Ausbildungsverhältnis endet und du kannst dann unmittelbar beim neuen Betrieb beginnen. Im gleichen Schritt muss auch die Berufsschule informiert werden. Sprich mit deinem alten Betrieb ab, wer dies übernimmt.

  1. Letzte Formalitäten

Falls du Überstunden angesammelt hast, solltest du mit dem alten Betrieb noch klären, wie diese abgebaut werden. Auch die Sache mit dem Urlaubsanspruch solltest du noch klären. Vielleicht willst du zum Schluss noch 2-3 Tage Urlaub nehmen, um dich vorzubereiten. Ansonsten solltest du auf alle Fälle eine Resturlaubsbestätigung von deinem alten Arbeitgeber ausstellen lassen, damit du diese dem neuen Ausbildungsbetrieb vorlegen kannst. So geht dir kein Urlaub verloren.

Zuguterletzt solltest du noch ein Arbeitszeugnis von deinem alten Betrieb anfordern. Falls du bei den Abschlussgesprächen auf Unverständnis für deinen Wechselwunsch gestoßen bist und nun ein negatives Zeugnis befürchtest, dann verlange einfach ein „einfaches Arbeitszeugnis“. In diesem wird auf eine persönliche Bewertung verzichtet. Es ist dann eher eine Tätigkeitsbescheinigung. Aber das reicht in dieser Situation auch völlig aus.

 

So, jetzt bist du im Bilde. Aber wie gesagt: Du solltest nichts überstürzen. Atme noch einmal tief durch und lass dir alles durch den Kopf gehen. Wenn du dich im Netz noch informieren willst, dann empfehlen wir dir für die weitere Lektüre diese Seite: https://www.steuerazubi.com/ausbildungsplatz-wechseln Da geht es zwar vorrangig um Steuerazubis, aber die Infos sind natürlich auch für alle anderen wechselwilligen Auszubildenden wertvoll.

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